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Verleihung der Ehrenkette 2009

Ralf Albrecht gehört zu den guten Jungs unserer Vaterstadt!

v.li.: Stephan Schneider, Andreas Radowski, Ralf Albrecht und Thomas Frings, im Hintergrund die Tanzgarde der Blauen Funken
v.li.: Stephan Schneider, Andreas Radowski, Ralf Albrecht und Thomas Frings, im Hintergrund die Tanzgarde der Blauen Funken

"Die N.K.G. Blaue Funken Neuss von 1954 e.V. verleiht Ralf Albrecht die Ehrenkette der Session 2008/2009 für sein stetes Engagement, unsere Gesellschaft seit mehr als 10 Jahren freiwillig und unkompliziert zu unterstützen. Nie wollte er dabei genannt werden, nie im Rampenlicht stehen, nie offiziellen Dank erhalten. Nun endlich konnten wir ihn überzeugen, endlich unseren öffentlichen Dank anzunehmen." Mit diesen Worten überreichte Sitzungspräsident Thomas Frings die Ehrenkette.

240 geladene Gäste waren dabei, als dies geschah. Bei der Begrüßung stellte Frings den designierten Ehrenkettenträger und den Programmablauf zunächst einmal vor. "Seine absoluten Lieblingskarnevalsbands 'De Räuber' und die 'Höhner' werden heute . - nicht - dabei sein. Wir haben aber für adäquaten Ersatz gesorgt und vielleicht werden doch noch ein oder gar zwei 'Original Höhner' auf der Bühne stehen."

Zu Beginn der Veranstaltung zog die Novesia-Garde angeführt von ihrem Tambourcorps ein. "Die schönsten Töchter von Neuss", wie der Sitzungspräsident festgestellt hatte, zeigten wieder einmal mit Bravour ihre Tänze. Und auch das Kinderprinzenpaar, Adrian I. und Lara II., hatte mit seinen Blauen Fünkchen einen grandiosen Auftritt. Im Anschluss daran sorgte die Kölner Mundartgruppe "De Kläävbotze" für richtig Stimmung im Saal. So kürten sie auch kurzerhand aus den Reihen der Funken ein Kölner Dreigestirn mit Ralf Albrecht als Prinz, Christoph Kienold als Bauer und Egon Radowski als Jungfrau. Im Anschluss daran hatte allerdings dann das Neusser Prinzenpaar, Jörg I. und Elvira I., das Sagen. Sie erfreuten die Zuschauer wieder einmal auch mit ihrem "Proklamationslied", das sie "eigentlich nur zu diesem Anlass singen wollten".

Nach einem ausgiebigen Mittagessen, zu dem alle Gäste eingeladen waren - im übrigen gehörten auch die Getränke des Tages zur Einladung -, ging es dann auf den Höhepunkt zu. "Eine Ehrung ist, wenn die Gerechtigkeit einen liebenswürdigen Tag hat." Mit diesem Satz leitete Senator und Albrecht-Freund Stephan Schneider seine Laudatio auf den designierten Ehrenkettenträger ein. Er beschrieb Ralf Albrecht als einen wissenshungrigen, sportlichen und aufgeweckten Jungen, der allerdings in früher Jugend einen ausgeprägten Hang zum Schlafen hatte. Dennoch habe er es geschafft, mit 28 Jahren der jüngste Patentanwalt Europas zu werden. Seine Leidenschaft seien Tennis, Golf, Schifahren und die Schützen. Der Oberleutnant des Schützenlustzuges "Bremszug", mit dem er seit 1990 "d'r Maat erop marschiert" sei jedoch auch Mitglied im Grenadier-Fahnenzug Neuss-Furth. "Was soll man auch sonst Pfingsten machen?" Dabei allerdings von Ralf als dem "unbekannten Dritten" zu sprechen, sei völlig falsch. Er feiere gerne und viel: bei den Schützen, im Karneval, beim Apres Ski - und das könne er sicher sagen: "Unser Ralli ist so textsicher, er kann jedes Karnevals- und jedes Hüttenlied von A bis Z mitsingen. - Ja, was er macht, macht er richtig!"
Ein jeder, der hinter die Kulissen einer solchen Gesellschaft, wie die Blauen Funken schaue, der wüsste, Organisation und Planung seien immer mit viel Arbeit verbunden. Schneider: "Aber ohne finanzielle Unterstützung geht nichts. Und hier kommt seit vielen Jahren Ralf Albrecht ins Spiel. Lieber wäre er jedoch in dem Fall der 'Unbekannte' geblieben. Jedoch ließ er sich im Jubiläumsjahr der Blauen Funken überreden, den öffentlichen Dank der Gesellschaft anzunehmen. - Er gehört zu den guten Jungs unserer Heimatstadt Neuss."

Nach diesen Worten nahmen Sitzungspräsident und Funkenvorsitzender Andreas Radowski die Ehrung vor. Eine Pagin überreichte Ralf Albrecht die Ehrenkette und eine Urkunde. Sichtlich gerührt richtete der so geehrte seinen Dank an Vorstand und Gesellschaft.
Er berichtete, seine Liebe gehöre nicht nur den Schützen, wie alle glauben, sondern auch dem Karneval. Schon in seiner frühesten Jugend hätten im Hause Albrecht immer riesige Feten stattgefunden. "Selbst meine Studienkollegen aus München reisten dazu später an. Dann wurde mein Zimmer zu einem großen Bett für alle umfunktioniert." Zu seiner Vorstellung, wie sie im Funken-Jubiläumsheft stehe, müsse er allerdings einiges richtig stellen: "Im Jahr 1991 in den 'Sieben Quellen' haben Egon und Andreas Radowski mich zur Star Revue eingeladen. An diesem Star Revue-Abend wurde mir irgendwann ein Aufnahmeantrag vorgelegt, den ich sogleich auch unterschrieben habe, und meine Brüder Dirk und Bernd - der hat sogar Karriere gemacht, er ist schon Senator! - sowie den Stephan habe ich gleich mitgerissen. Und seit dieser Zeit - also nicht seit 10 sondern seit fast 20 Jahren - bin ich dabei und habe nun die große Ehre, im Reigen der hier anwesenden Ehrenkettenträger mit dazu beizutragen, dass die Menschen in den Bann 'Karneval' gezogen werden. - Danke für die Auszeichnung!"

Als große Überraschung betrat dann noch vor dem großen Gratulationscour die "Kölsch Fraktion", ein Zusammenschluss einiger ehemaliger Höhner, die Bühne und machte die Stadthalle mit alten und neuen Hits zur Achterbahn. Bei bester Stimmung erlebten so viele Gäste den Sonnenuntergang noch in der Stadthalle.