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Kappessonntag 2006

Kappessonntag mit den Blauen Funken - Sonne im Herzen, Schnee von oben

Zum traditionellen Funkenbiwak hatten die Blauen Funken in diesem Jahr erstmals in die erste Etage des Zeughauses eingeladen. Ab 10.11 Uhr schallten karnevalistische Klänge, mit denen DJ Kaptain Britz die Karnevalisten versorgte, durch das Zeughaus. Bis zum Abmarsch um 12.20 Uhr hatte sich der Raum gut mit vielen verkleideten Jecken gefüllt, die schon das ein oder andere Bierchen probierten.

Dann ging es los. Man sammelte sich zum Abmarsch Richtung Aufstellplatz. Dieser war für die Funken als Prinzenpaarstellende Gesellschaft ganz am Ende des Zuges vor der Stadthalle. Dort verzögerte sich der Abmarsch allerdings erheblich. Später wurde bekannt, dass zwei Bagagewagen den Geist aufgegeben hatten und abgeschleppt werden mussten. Dennoch tat das der Stimmung keinen Abbruch. Funkenvorsitzender Andreas Radowski hatte derweil in der Kutsche bei Mama Novesia Platz genommen, da ihm nach einer Knieoperation das Laufen immer noch schwer fällt. "Aber in d'r Kutsch is et och schön", ließ er verlauten. Auch diverse Schneeschauer konnten die Feiernden nicht stören. Die vier Großwagen der Funken und zwei Fußgruppen - Fünkcheneltern und Funken-Frauen - heizten sich mit Gesang und Schunkeln auf. Auf der Friedrichstraße angekommen ging es dann auch richtig los: Massen von Menschen standen am Rand und riefen laut "Helau" und "Kamelle", was von den Karnevalisten reich belohnt wurde. Im Ganzen war der Zugweg sehr gut besucht und so machte es richtig Spaß, die Kamelle ins Volk zu werfen. Auf der Tribüne vor dem Kaufhof kommentierte der Hoppeditz der Stadt Neuss und Ehrensenator der Blauen Funken, Lothar Bäsken, für die Umstehenden, Akteure und News 89,4 den Zug - und er kannte viele Details. Am Ende des Zugweges kam dann sogar noch die Sonne zum Vorschein und begleitete den Weg zurück ins Zeughaus, wo die Blauen Funken auf der ersten Etage ihr Biwak fortsetzten und die Kappesfete im Erdgeschoss über die Bühne ging.

Zur Prämierung der Fußgruppen und Wagen ging dann die Parole rund, die Fußgruppe Funken-Frauen sollte sich doch dringend im Saal einfinden. Und es kam so wie es kommen musste: die Juroren bewerteten sie für den ersten Preis mit ihren Kostümen als "Neusser Kneipen": 19 Frauen - jede vertrat ein anderes Lokal, dargestellt durch eine Häuserkarikatur mit Original-Schriftzug, jede mit einem Hut in Form eines Bierglases mit dem Logo der entsprechenden Alt-, Pils- und Kölsch-Sorte der jeweiligen Kneipe. Sitzungspräsident Thomas Frings und Funkenvorsitzender Andreas Radowski waren sich einig: "Mer sin stolz op üch!" Gesungen, geschunkelt und gelacht wurde auch diesmal wieder noch sehr, sehr, sehr lange.