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Kamelle us Kölle 2015 - Die Topstars

Kamelle us Kölle: Wieder einmal eine Veranstaltung der Superlative

Rolf Schmolz beim Einmarsch (Foto: Dirk Büchen)
Rolf Schmolz beim Einmarsch (Foto: Dirk Büchen)

„Kamelle us Kölle – Die Topstars“ hieß es am Dienstagabend. Und es waren wieder Topstars, die sich auf der Bühne im ausverkauften Jupitersaal im Neusser Swissôtel tummelten, dazu ein Moderator, der den Saal stets im Griff hatte: Das Neusser Heimatlied singend marschierte Rolf Schmolz nach 20 Jahren Bühnenabstinenz ein, als ob es diese 20 Jahre nicht gegeben hätte. „Ich heiße Sie hier und heute herzlich willkommen und verspreche Ihnen einen tollen Abend“, rief er auf der von Blauen Funken bereits gut gefüllten Bühne aus, und er hielt sein Versprechen.

Nachdem zunächst die Novesia-Tanzgarde mit Solomariechen Mandy Gilles ihr Können unter Beweis gestellt hatte, kam der Saal mit den Bläck Fööss als „Eisbrecher“ direkt in Schwung. Bei „Du bes die Stadt“, „Bickedorfer Büdche“ und „Unsere Stammbaum“ hielt es schon niemanden mehr auf den Stühlen. Und „Blötschkopp“ Marc Metzger strapazierte anschließend dazu noch die Lachmuskeln. Dabei bemerkte er (zu Recht): „Karneval ist wie Fasching – nur mit Stimmung!“ Und mit seinem Spontanwitz nahm er auch vom Publikum so manchen auf den Arm. Da hatte es die junge Truppe von „Kuhl un de Gäng“ nicht schwer und riss das Auditorium mit „Appolonia“, „Dem Lied vom Kölsche Jung“ und „Fastelovend he am Rhing“ sofort mit. Jürgen B. Hausmann berichtete von seinen „Wellnesserfahrungen mit Beauti und Hüäne“. Auch aus seinem 2. Leben als Lehrer hatte er so manches Anekdötchen mitgebracht.
Nach dem Empfang des Neusser Prinzenpaars ging es gleich weiter mit dem Blondschopf im roten Anzug: Guido Cantz nahm u.a. das Kölner Motto „Social Jeck“ auf die Schippe, verglich es mit „digitaler Demenz“. Aber im digitalen Zeitalter mit Whatsapp und „lol“ müsse sich wohl auch der Karneval damit befassen. Zudem forderte er die Gäste auf, Karneval zu feiern und damit den Kopf frei zu machen von PEGIDA, ISIS und sonstigen Chaoten.
„De Räuber“ hatten beim ihrem Heimspiel mit dem „Trömmelche“, „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ und „Wunderbar“ leichtes Spiel und ihr neues Lied „Dat is Heimat“ konnten auch schon alle mitsingen. Und die Paveier schlossen sich gleich mit „Alles kein Problem“, „Uns jeiht et jot“ und „Mer sin Kölsche us Kölle am Rhing“ an, so dass keine Verschnaufpause blieb. Einen wahren Augenschmaus bot die „Luftflotte“ mit Akrobatik auf höchstem Niveau, die um die späte Uhrzeit so ungeteilte Aufmerksamkeit hatte. Mit Brings ging der Abend langsam dem Ende zu, doch bei „Man müsste nochmal 20 sein“, „Halleluja“ und „Mama, wir danken Dir“ tobte der Saal und Brings wurden ohne Zugaben und einer Rakete nicht entlassen.

Unter der musikalischen Begleitung der Colonia Big Band zog der Elferrat schließlich aus und mit DJ Titschy wurde im Foyer bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert.


Bildergalerie: Fotos von Michael Ritters und Dirk Büchen.

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