Aktuelles

Hoppeditz-Erwachen 2015

Gaukler Hoppeditzus berichtete vom großen Sieg des roten Ritters Breueling

Foto von Michael Ritters
Foto von Michael Ritters

"Willkommen in der Nebenschänke des Vogthauses!“ So begrüßte Sitzungspräsident Andreas Radowski die versammelten Karnevalisten. Blau-weiß war die vorherrschende Farbe, aber auch einige Abordnungen anderer Neusser Gesellschaften waren der Einladung zum Hoppeditz-Erwachen der Blauen Funken ins Kardinal-Frings-Haus gefolgt. „Hier haben wir früher schon viele, fröhliche Funkenfeste gefeiert“, erklärte der Sitzungspräsident, und es wurde wieder ein fröhliches Fest.

Hoppeditzus, der Gaukler aus dem fernen Auenland, ritt auf dem Steckenpferd zu Gauklermusik in den Saal. Und dann berichtete er von der Sippe der schwarzen Ritter, die schon seit Jahrhunderten in Novesium, der alten Stadt an einem großen Fluss gelegen, herrschte. Die roten Ritter, die nie ein Turnier hatten gewinnen können, hätten sich hingegen in das benachbarte Dorf an der Düssel zurückgezogen. Doch eines Tages, als Nappeum der Rauchende der Tafelrunde eröffnete, er wolle sich in seine Gemächer zurückziehen, da er müde der Kämpfe und Turniere sei, ging der Machtkampf zwischen Ritter Roseum der Dickliche gegen Ritter Nickelium der weise Greis und Ritter Gerlium der Schöne gegen Ritter Krackeum vom Norfbach los. Schnick-Schnack-Schnuck entschied das Ding, und so fiel die Wahl nach unendlich viel Gezänk auf Ritter Nickelium. Und da schöpfte Beutling Breueling, Ritter der roten Socken, Hoffnung. Die schwarzen Ritter waren sich hingegen des Sieges gewiss. Doch beim Kampf mit dem Besenstiel als Lanze siegte ganz unerwartet doch sehr deutlich der rote Ritter. Und so stehe nun Ritter Breueling stolz auf seinem Turme mit dem Stadtschlüssel in der Hand. „Doch die Moral von der Geschicht obliegt mir kleinem Gaukler nicht. … und wenn sie nicht gestorben sind…“, so schloss Hoppeditz Andreas Radowski seinen launischen Vortag, der mit Unterstützung von Andreas Stuhlmüller, Patrick Baas, Lara Walotka und Andrea Kopmeier – sie war der rote Ritter – bühnenreif dargestellt wurde.

Vor diesem herrlichen Vortrag hatten natürlich auch die Kleinsten, die Blauen Fünkchen mit ihrem Kinderprinzenpaar, ihren großen Auftritt. Marvin I. und Christin I. brillierten wieder mit frei gehaltener Rede und Kinderprinzenlied und die Fünkchen zeigten ihre neuen Tänze. Auch die Novesia-Garde bestritt mit ihren Tänzen der Tanzgarde, dem Stippeföttche der Männer sowie dem neuen Männerganz einen großen Teil des Programms. Stefan Sinndorf, der neue Spieß der Blauen Funken, wurde mit der Gardesau, die in jedem Jahr für eine große Anhäufung ungebührlichen Verhaltens innerhalb der Garde verliehen wird, „ausgezeichnet“. Jürgen Feller, Vizekommandant der Garde, bemerkte dabei: „Das ist hoffentlich das letzte Mal für Dich! Denn als Spieß musst Du schließlich immer mit gutem Beispiel vorangehen.“ Auch das Tambourcorps der Blauen Funken spielte auf.

Kai Kramosta, der Pfundskerl, hatte zwar etliche Kilo abgenommen, konnte dennoch mit manchem eigenen Pfund die Gesellschaft begeistern. So kam die Parodie auf Ottfried Fischer auch besonders authentisch rüber.

Zudem wurde an alle anwesenden Funken der neue Sessionsorden ausgegeben. Karl-Heinz Fischer durfte den ersten Orden in Empfang nehmen. „Er hat maßgeblich den Entwurf für diesen Orden ausgearbeitet. Danke dafür!“, erklärte Funkenvorsitzender Gerd Butter. Zu später Stunde konnte der Sitzungspräsident sogar noch das designierte Prinzenpaar der Stadt Neuss begrüßen. Radowski: „Das noch Amtierende weilt ja schon den ganzen Abend bei uns. Jetzt haben wir hier zwei Prinzenpaare zu Gast.“ Die musikalische Begleitung lag einmal mehr bei DJ Titschy.


Dank unserer fleißigen Fotografen Wolfgang Bartsch, Karl-Heinz Fischer und Michael Ritters gibt es auch wieder viele schöne Bilder.

Lesen Sie hier die Rede des Gauklers Hoppeditzus noch einmal nach.