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Ehrenkette für einen Gönner

Neuss (-nau) Karl-Heinz Moors gehört seit 18 Jahren zu den ebenso stillen wie verlässlichen Förderern der Blauen Funken in Neuss. Vor allem die Kinderabteilung wüsste wohl kaum, wie sie ohne die Freigebigkeit des Inhabers der Mazda-Niederlassung an der Jülicher Landstraße durch die Session kommen sollte. Nach so vielen Jahren Treue sagte die Gesellschaft ihrem Gönner Dank und dekorierte ihn am Sonntag im Swissôtel mit der Ehrenkette, der höchsten Auszeichnung der Blauen Funken. Durch die Hintertür wird der aktive Schütze Moors, der im Hubertuszug Quirinusjünger mitmarschiert und nie Mitglied einer Karnevalsgesellschaft wurde, so nun doch noch ein aktiver Anhänger des Winterbrauchtums - zumindest in diesem Jahr. Denn Andreas Radowski, der Vorsitzende der Gesellschaft, geht davon aus, dass der neue Ehrenkettenträger beim Kappessonntagszug auf dem Senatorenwagen mitfährt.

Um den Ausgezeichneten auch in Worten zu ehren, ergriffen mit Radowski und Sitzungspräsident Thomas Frings gleich zwei Laudatoren das Wort. Das hat es so noch nicht gegeben und kam nicht zuletzt bei Moors gut an, war allerdings aus der Not geboren. Denn weder der WDR-Moderator Bernd Müller noch Landrat Dieter Patt als Ehrenkettenträger des Vorjahres, beides Sandkastenfreunde des Autohändlers, konnten aus beruflichen Gründen der Bitte der Funken nicht entsprechen und einige Anmerkungen zur Person Karl-Heinz Moors machen.

Wenn die Blauen Funken ihre Ehrenkette verleihen, dann tun sie das ohne Hintergedanken, betonte Radowski. Geschenke werden nicht erwartet - aber angenommen. Moors jedenfalls zeigte sich spendabel und tat den Blauen Funken Geld in den Topf, aus dem sie ein neues Bühnenbild für die Star-Revue im nächsten Jahr bezahlen wollen. Die Karnevalisten überraschten ihren Gönner, der mit Limousinen seine Autohauses vor allem die Kinderabteilung mobil macht, ebenfalls. Sie präsentierten dem Musikliebhaber Moors und allen Gästen im Diana-Saal mit Dirk Scheffel aus dem Münsterland einen Ausnahmemusiker auf dem Xylophon. Und sie unterstrichen so, wie Radowski betont, dass die Blauen Funken immer offen sind für musikalische Experimente.